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Maßnahmen-Tracking

Definition

Maßnahmen-Tracking bezeichnet in einer QM-Software die systematische Erfassung, Verfolgung und Statusdokumentation aller qualitätsbezogenen Maßnahmen – von der Eröffnung über die Zuweisung bis zum Abschluss und zur Wirksamkeitsprüfung. Jede Maßnahme wird dabei mit Verantwortlichkeit, Fälligkeitsdatum und aktuellem Bearbeitungsstand hinterlegt. So behalten Qualitätsverantwortliche jederzeit den Überblick, welche Aufgaben offen, in Bearbeitung oder abgeschlossen sind.

Warum Maßnahmen-Tracking wichtig ist

In einem zertifizierten QM-System nach ISO 9001 oder ISO 13485 reicht es nicht aus, Abweichungen oder Verbesserungspotenziale zu identifizieren – sie müssen nachweislich bearbeitet und auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Ohne ein strukturiertes Maßnahmen-Tracking verlieren sich Aufgaben im Tagesgeschäft, Fristen werden übersehen und im Auditfall fehlen die lückenlosen Nachweise. Eine QM-Software bildet diesen Prozess vollständig digital ab: Erinnerungen, Eskalationsstufen und automatische Statusänderungen sorgen dafür, dass keine Maßnahme unbearbeitet bleibt – und dass Sie beim nächsten Audit belastbare Dokumentation vorlegen können.

Beispiel

Ein Medizintechnikunternehmen erfasst im Rahmen eines internen Audits eine Abweichung: Die Prüfmittelkalibrierung wurde für zwei Geräte nicht fristgerecht durchgeführt. In der QM-Software wird daraufhin eine Korrekturmaßnahme angelegt – zugewiesen an den Qualitätsmanager, Fälligkeit in 14 Tagen. Das System sendet automatisch eine Erinnerung drei Tage vor Ablauf. Nach Abschluss der Kalibrierung trägt der Verantwortliche die Erledigung ein, lädt den Kalibriernachweis hoch und dokumentiert die Wirksamkeitsprüfung. Der gesamte Vorgang ist revisionssicher gespeichert und beim nächsten externen Audit mit wenigen Klicks abrufbar.

Verwandte Begriffe

  • Korrekturmaßnahme
  • CAPA (Corrective and Preventive Action)
  • Abweichungsmanagement
  • Auditmanagement
  • Wirksamkeitsprüfung