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Prüfplan

Definition

Ein Prüfplan ist in einer QM-Software ein strukturiertes digitales Dokument, das festlegt, welche Merkmale eines Produkts oder Prozesses zu welchem Zeitpunkt, mit welchem Prüfmittel und nach welchen Kriterien kontrolliert werden. Er definiert Prüfumfang, Stichprobengrößen, Toleranzgrenzen und Verantwortlichkeiten verbindlich und reproduzierbar. Damit bildet er die Grundlage für eine lückenlose, normkonforme Qualitätssicherung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Warum Prüfplan wichtig ist

In einer QM-Software ersetzt der digitale Prüfplan papierbasierte Einzellösungen und stellt sicher, dass Prüfanweisungen immer in der aktuell freigegebenen Version vorliegen – für jeden Mitarbeiter, an jedem Standort. Änderungen an Toleranzen oder Prüfmethoden werden zentral gepflegt, versioniert und revisionssicher dokumentiert. Das ist besonders relevant für Unternehmen, die nach ISO 9001 oder ISO 13485 zertifiziert sind: Auditoren erwarten nachvollziehbare, lückenlose Nachweise darüber, was geprüft wurde, wann und mit welchem Ergebnis. Eine QM-Software verknüpft den Prüfplan direkt mit Prüfprotokollen, Messmitteln und Fehlermeldungen – so entsteht eine durchgängige Qualitätshistorie ohne Medienbrüche.

Beispiel

Ein Medizintechnikhersteller fertigt Gehäuseteile für ein diagnostisches Gerät. In der QM-Software ist für dieses Bauteil ein Prüfplan hinterlegt, der drei Wareneingangskontrollen vorschreibt: eine Sichtprüfung auf Oberflächenfehler, eine Maßprüfung an definierten Messpunkten mit festgelegter Toleranz sowie eine Dokumentenprüfung des Lieferantenzertifikats. Die Software weist den zuständigen Prüfer automatisch auf fällige Prüfungen hin, stellt das passende Prüfprotokoll bereit und speichert die Ergebnisse revisionssicher – inklusive Zeitstempel und Prüferidentifikation. Weicht ein Messwert vom Sollwert ab, löst das System direkt eine Abweichungsmeldung aus.

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