Definition
Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine messbare Kennzahl, die den Grad der Zielerreichung in einem Qualitätsmanagementsystem quantifiziert. In einer QM-Software werden KPIs genutzt, um qualitätsrelevante Prozesse kontinuierlich zu überwachen, auszuwerten und gezielt zu verbessern. Typische Beispiele sind Fehlerquoten, Reklamationsraten, Auditerfüllungsgrade oder Terminkonformitäten bei Korrekturmaßnahmen.
Warum KPI wichtig ist
Ohne definierte Kennzahlen bleibt Qualitätsmanagement ein subjektives Unterfangen. Eine QM-Software macht KPIs messbar und transparent: Sie zieht Daten automatisch aus Prozessen wie Dokumentenlenkung, Maßnahmenverfolgung oder Prüfplanung und stellt sie in Dashboards oder Berichten übersichtlich dar. Das versetzt Qualitätsmanager und Geschäftsführer in die Lage, Abweichungen frühzeitig zu erkennen, Ressourcen gezielt einzusetzen und gegenüber Auditoren – etwa im Rahmen einer ISO-9001-Zertifizierung – den Nachweis einer datenbasierten Qualitätspolitik zu erbringen.
Beispiel
Ein Medizintechnikhersteller verfolgt in seiner QM-Software den KPI „Anteil fristgerecht abgeschlossener Korrekturmaßnahmen". Liegt dieser Wert in einem Quartal unter 80 %, löst das System automatisch eine Eskalationsmeldung an den Qualitätsleiter aus. Dieser kann direkt in der Software nachvollziehen, welche Maßnahmen offen sind, wer verantwortlich ist und wo Verzögerungen entstehen – ohne aufwendige manuelle Auswertungen in Tabellen.
Verwandte Begriffe
- Qualitätskennzahlen
- Maßnahmenverfolgung
- Audit
- CAPA (Corrective and Preventive Action)
- Prozessüberwachung
