Definition
Eine Qualitätskennzahl ist ein messbarer Wert, der in einer QM-Software erfasst, ausgewertet und überwacht wird, um die Leistungsfähigkeit von Prozessen, Produkten oder Dienstleistungen objektiv zu beurteilen. Sie bildet die Grundlage dafür, Abweichungen frühzeitig zu erkennen, Verbesserungsmaßnahmen zu steuern und die Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems – etwa nach ISO 9001 – nachzuweisen. Typische Qualitätskennzahlen sind Fehlerquoten, Reklamationsraten, Auditbefunde oder Lieferantenbeurteilungen.
Warum Qualitätskennzahl wichtig ist
In einer QM-Software sind Qualitätskennzahlen das zentrale Steuerungsinstrument: Sie machen Qualität messbar und damit steuerbar. Ohne definierte Kennzahlen bleibt das QM-System ein Papiertiger – mit ihnen erhalten Qualitätsmanager und Geschäftsführer eine belastbare Datenbasis für Entscheidungen, interne Audits und Managementbewertungen. Eine gut konfigurierte QM-Software wie i:solution CAQ erfasst Qualitätskennzahlen prozessübergreifend, stellt sie in Echtzeit-Dashboards dar und verknüpft sie direkt mit Maßnahmen und Verantwortlichkeiten – so entsteht ein geschlossener Regelkreis statt isolierter Einzelauswertungen.
Beispiel
Ein mittelständischer Medizintechnikhersteller erfasst in seiner QM-Software monatlich die interne Fehlerquote je Produktionslinie. Die Kennzahl wird automatisch aus den eingetragenen Prüfergebnissen berechnet und im Dashboard visualisiert. Als die Fehlerquote einer Linie im dritten Monat in Folge den definierten Schwellenwert überschreitet, löst das System automatisch eine Korrekturmaßnahme aus und weist diese dem zuständigen Prozessverantwortlichen zu. Beim nächsten internen Audit steht die vollständige Verlaufskurve inklusive Maßnahmenstatus auf Knopfdruck zur Verfügung – ohne manuelle Auswertung in Excel.
Verwandte Begriffe
- KPI (Key Performance Indicator)
- Korrekturmaßnahme
- Managementbewertung
- Audit
- Prozessüberwachung
